Der Kreuzzug von Maria Fekter für das österreichische Bankgeheimnis erinnert frappant an den Kampf des Senior Quijote gegen Windmühlen. Der Unterschied liegt in der augenscheinlich geringeren Eleganz und der fehlenden Noblesse unserer Donna Quijote. Die Tragik will, ja muss schlussendlich durchaus vergleichbar sein.

Jedem Beobachter der Szene muss klar sein, dass der letztlich erfolglose Heroenakt der Finanzministerin Teil des heraufdämmernden österreichischen Wahlkampfes ist. Die ÖVP möchte sich als Verteidiger der „kleinen Sparer“ positionieren. Tatsächlich schützt unser Bankgeheimnis Steuerhinterzieher und andere Schelme. Die vielzitierte Oma mit ihrem Sparbücherl allerdings ist in der Himmelpfortgasse nicht systemrelevant. Sie dient als idealer Vorwand.

Darüber hinaus ist anzukreiden, dass die kalte Progression allen Leistungsbereiten immer weniger zum Sparen überlässt. Dies bleibt schlauerweise in dieser Opera tragica unerwähnt.

Die heimliche Taschendiebin verstellt sich als selbsternannte Schutzmantelmadonna aller Omas und der einfachen Sparbuch Besitzer. Zynismus pur und blankes Parteienkalkül, wie gewohnt. 

Alles zusammen vertieft den Eindruck, dass billige Wahlkampfmunition für die kleinere Regierungspartei wichtiger ist, als das Ansehen der Alpenrepublik in der Welt und das schmerzt!

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© Praxis MR Dr. W.R. Wiesinger