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Praxis Dr. Wolfgang R. Wiesinger
Arzt für Allgemeinmedizin

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Ich sch.. auf Apple 

July 24th, 2010

Apple und das iPhone. Eine unendliche Geschichte von ungleicher Partnerschaft.

Das Einkaufen funktioniert immer. Was denn sonst!? Apple möchte ja cashen.

Der Übertrag von Einkäufen auf das iPhone, nach einem Update der Firmware, schon nicht mehr so sicher. Updates, die eine klaglose Kommunikation zwischen der Apple Software und meiner Hardware garantieren sollen, in der Größenordnung von 65 MB plus 65 MB, kommen in regelmäßigen, vielleicht monatlichen Abständen.

Um Einkäufe auf die Apfelspalte zu übertragen muss der Computer für Apple “aktiviert” sein. Denn: Der Computer sei zu aktivieren, ist die stereotype Meldung. Beim Versuch dies zu tun stellt die Software fest, dass dieser Computer schon längst aktiviert sei. Aber der Datentransfer funktioniert weiterhin nicht…. usw…. Somit ist der Kreis geschlossen.

Ah ha, vielleicht löst ein E-mail an Apple das Problem. Aber Apple ist gar nicht daran interessiert Mails zu erhalten und stellt riesige Hürden auf, sodass ein Mailkontakt praktisch unmöglich gemacht wird.

Apple hat jüngst das iPad in Östereich eingeführt. Auf die Frage des ORF “was er denn mit seinem neuen Spielzeug anfangen werde“, reflektierte der Käufer, “das wisse er noch nicht“. Einnert frapant an die legendäre Frage an Travnicek wohin er denn so schnell fahre. Als Antwort kam: “Er wisse es nicht, dafür sei er allerdings schneller dort“.

DAS IST UND BLEIBT SCHWACHSINN! Frust über Frust. Ich pfeife künftig auf Apple. Die sollen ihren Schw… verscherbeln und weiterhin Dumme suchen. Die sterben bekanntlich niemals aus!

Schreiben Sie mir, geschätzter Leser, wozu brauchen Sie Ihr iPad denn wirklich???….

Es ist vollbracht 

June 15th, 2010

So betitelt Doris Knecht, Starkolumnistin im „Kurier“ ihre Überlegungen zur Ausweisung von Arigona Zogaj. Eine junge Frau, die als Kind ungefragt nach Österreich mitgenommen worden ist, sich hier bestens integriert hat und eine große Gemeinde an Sympathisanten gewinnen konnte.

Gesetze, so hartherzig, unbarmherzig und Angst einflößend sie auch sein mögen, müssen befolgt werden. So transportiert es die Frau Maria Fekter, Mutter und passagere Innenministerin der Republik Österreich. Immer und überall. Nur die Unerträglichen in Kärnten müssen sich seit vielen Jahren nicht an Edikte des Verfassungsgerichtshof halten. Da bleiben Regierung und der aktiver sein wollende Bundespräsident blind, taub und stumm.

Mich wundert, dass die Gesetzgebung sogar in unseren europäischen Demokratien erwartet, dass gegen allen Menschenverstand und gegen jegliche Regeln der Höflichkeit, das Gewissen, der Hausverstand und der „Gute Ton“ auszuschalten seien.

Schmallippige Gnadenlosigkeit scheinen eine Conditio sine qua non für Innenminister der ÖVP zu sein!?! Leider im Rechtsstaat, so wie einst in der Diktatur. Gesetze seien blindlings und emotionslos zu befolgen, denn der Staat sei nicht erpressbar. Erklären sie das bitte auch den Bossen internationaler Konzerne….

Frau Innenministerin, liebe Frau Fekter.

Ich nehme an, dass sie Mitglied der katholischen Kirche sind. Einer religiösen Wertegemeinschaft, die das Prinzip des ewig Göttlichen und der gnadenvollen Erlösung auf ihre Fahnen geschrieben weiß.

Haben sie, Frau Innenministerin noch nie darüber nachgedacht, dass sie selber eines Tages, der hoffentlich möglichst fern sein möge, wie ein Asylant vor der „Himmelstüre“ bestehen müssen und gnädigen Einlass erhoffen? Wird dann der “himmlische Innenminister” dort sie nicht ebenfalls behandeln müssen, wie sie selber abgewiesene Asylanten behandelt haben? Werden sie dann bitterlich, aber vergeblich um Einlass flehen?

Zitat: Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!

Ist doch eine Überlegung wert!

Da war doch einst die Geschichte mit den Talenten und dem Gutsbesitzer. Was, gnädige(?) Frau Fekter, haben sie mit ihren Talenten erwirtschaftet? Oder haben sie diese im Wissen ihrer Übermächtigkeit im Lauf ihres Lebens schlicht weg vergeigt und vermurkst?

Was dann….?

Goldstandards und Behandlungsrichtlinien 

May 23rd, 2010

Als Hausarzt bereiten mir die zunehmenden Auswüchse einer beinahe schon absolutistische Züge annehmenden „Evidence Based Medicin“ größte Sorgen. Diese sind durchaus in der Lage für unsere Patienten eine schleichende und ständig größer werdende Gefahr darzustellen.

Die dominanten Regeln einer „Eminenz basierten Medizin“ können und sollten wir uns aus mehreren Gründen nicht weiter leisten:

Nicht nur dass wir im Gesundheitswesen jetzt bereits an die Grenzen der Finanzierbarkeit stoßen, stellen auch die Vorgaben an „Goldstandards“, medikamentösen „Stufentherapien“ und sonstigen „Behandlungsrichtlinien“ für geschwächte und für ältere Patienten eine nicht zu vernachlässigende Belastung dar. Ganz besonders dann, wenn mehrere Erkrankungen denselben (älteren) Patienten treffen und die täglichen Verordnungslisten deshalb lang werden.

Das Aufsummieren von dauernd einzunehmenden Tabletten und anderen Therapeutika ergibt zwangläufig unerträglich lange und gefährliche Einnahmelisten. Derer Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind völlig unerforscht und richten mitunter mehr Schaden an als sie nützen.

Wir Ärzte können „in reinster Absicht, mit bestem Gewissen und am neuesten Stand des Wissens“ Leid verursachen, indem wir alle Regeln sklavisch befolgen, alle Vorschriften summieren und unreflektiert anwenden.

Als Hausarzt bin ich Anwalt meiner Patienten und möchte diese von den Auswüchsen einer beinahe schon religiösen Gläubigkeit an Pharmazeutika, einer lockenden Fitnessindustrie und einer schmeichelnden Diätindustrie bewahren.

Es ist zu viel!



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